
Über uns
Bondhu heißt Freund.
So verstehen wir unsere Arbeit: als Freundschaft zwischen Menschen in München und in Faridpur.
Unsere Geschichte
Im Februar 2015 flog Michael Kranz für sein studentisches Dokumentarfilmprojekt WAS TUN nach Faridpur in Bangladesch. Dort sah er, wie groß die Not der Frauen und Kinder in den Bordellen ist. Er lernte das Ehepaar Chanchala und Shyamal kennen, die sich schon seit Jahrzehnten für bessere Lebensbedingungen für die Frauen und Kinder im Bordell und gegen Zwangsprostitution engagieren. Außerdem hatten sie schon ein Heim für Töchter von Zwangsprostituierten gegründet. Aber für die Jungen gab es noch keine Lösung und sie wuchsen weiterhin im vom schweren Missbrauch geprägten Bordellmilieu auf.
Bei einem Dreh im Bordell fragte ihn eine Frau direkt, ob Michael nicht ein Heim gründen könnte, in dem ihr Sohn ein sicheres Umfeld und Zugang zu Bildung hat. Er sagte, dass er das nicht leisten könne. Aber letztendlich kam es genau so.
Michael bat auf Facebook seine Freunde um Unterstützung. Es kamen erstmal nur knapp 2000 € zusammen. Dennoch machten sich Chanchala, Shyamal und Michael daran, damit ein Heim für rund 20 Kinder von Zwangsprostituierten zu gründen.
Heute betreut der gemeinnützige Bondhu Förderverein Deutschland e.V. das Projekt von deutscher Seite. Er mobilisiert Spender:innen, um das Heim zu sichern und zu vergrößern.
Michael ist weiterhin regelmäßig mit Shyamal und den Kindern in Kontakt und reist nach Bangladesch, wenn die Situation es erfordert.
Der Dokumentarfilm
WAS TUN
Aus diesem Dokumentarfilm ist das Bondhu-Projekt hervorgegangen. Michael Kranz drehte ihn ab 2015 in Faridpur. Im Film sucht er nach Nupur, und man sieht auch die Anfänge des Projekts.
WAS TUN hatte 2020 beim DOK.fest München Premiere und lief danach im Kino und im Fernsehen, unter anderem im ORF und in der ARD-Mediathek.
Film ansehen
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Trailer zu WAS TUN
Beim Abspielen wird eine Verbindung zu Vimeo hergestellt. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
- 2021Bayerischer Filmpreis, Bester Dokumentarfilm
- 2021Deutscher Dokumentarfilmpreis, Publikumspreis
- 2021Deutscher Dokumentarfilmpreis, Förderpreis

Unsere Partner in Faridpur
Chanchala Mondal und Shyamal Adhikary leiten die Hilfsorganisation Shapla Mohila Sangstha und koordinieren das Bondhu-Projekt vor Ort. Beide sind auch in WAS TUN zu sehen.
Chanchala wuchs in unmittelbarer Nachbarschaft des Bordells in Faridpur auf. Damals wurden Prostituierte, wenn sie starben, in den Fluss geworfen, weil sie nicht beerdigt werden durften. Bei einem Aufenthalt in Japan sah Shyamal, wie dort Opfern sexueller Gewalt geholfen wurde.
1997 gründeten die beiden die erste Hilfsorganisation in Faridpur, die sich für die Zwangsprostituierten einsetzt. Die Hilfe reicht von gesundheitlicher Aufklärung über die Betreuung der Kinder bis zur Befreiung minderjähriger Zwangsprostituierter aus dem Bordell. Zur Website von Shapla Mohila Sangstha
Team Deutschland
Der Verein wird ehrenamtlich geführt. Der Vorstand in München:
Michael Kranz
Vorsitzender
Stefanie von Poser
Stellvertretende Vorsitzende
Felix von Poser
Schatzmeister
André Lemmer
Schriftführer
Team Bangladesch
Shapla Mohila Sangstha betreibt die Heime in Faridpur und kümmert sich jeden Tag um die Kinder.
Chanchala Mondal
Leitung Shapla Mohila Sangstha
Shyamal Adhikary
Leitung Shapla Mohila Sangstha
Einfach spenden
Jeder gespendete Euro kommt bei den Menschen vor Ort an.
Hier in Deutschland arbeiten wir ehrenamtlich und haben keine Marketingmaschinerie hinter uns. Dafür stecken wir unser ganzes Herzblut in das Projekt.
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