Herzlich Willkommen

beim Bondhu Projekt

Ein Leben außerhalb des Bordells

für Kinder von Prostituierten und minderjährige Zwangsprostituierte

Vor fünf Jahren drehte ich einen Dokumentarfilm in Faridpur, Bangladesch. Dabei sah ich die schlimmen Umstände, mit denen die Frauen und Kinder in den Bordellen dort zu kämpfen haben.

Als ich auf Facebook um Spenden warb, gab es eine überwältigende Resonanz, die es uns ermöglichte,

ein kleines Heim für die Kinder zu eröffnen.

Außerdem unterstützen wir ehemalige Zwangsprostituierte dabei, sich ein selbstbestimmtes Leben außerhalb des Bordells aufzubauen.

Wir bieten im Augenblick 20 Kindern von Zwangsprostituierten eine sichere Unterkunft, eine Rund-Um-Die-Uhr-Betreuung, drei Mahlzeiten am Tag, Kleidung und Nachhilfe-Unterricht. Bevor sie in unserem Programm waren, ging keines der Kinder in die Schule. Nun gehen 17 von ihnen in eine reguläre staatliche Schule, 4 machen eine Ausbildung.

Darüber hinaus haben wir ein Ausbildungsprogramm für bis zu 30 aus der Zwangsprostitution gerettete Mädchen, die bei uns Stick- und Nähunterricht bekommen und so eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben.

 

Diese zwei Programme bilden den Kern unserer Hilfstätigkeit. Dazu kommen noch viele kleine Einzelhilfen, mit denen wir Zwangsprostituierten beim Ausstieg aus der Prostitution und der Wiedereingliederung in die Gesellschaft helfen.

Vor Ort wird unser Projekt von Chanchala Mondal und Shyamal Adhikary betreut. Das Ehepaar ist in Faridpur aufgewachsen. Die beiden haben Shapla Mohila Sangstha gegründet, die erste Hilfsorganisation vor Ort, die sich für Rechte der gesellschaftlich stark diskriminierten Zwangsprostituierten einsetzt. Wie niemand sonst kennen sie sich in der Lebenswelt der Zwangsprostituierten in Faridpur aus, haben aber auch Erfahrung im Umgang mit westlichen Hilfsorganisationen und deren Auflagen zur Buchhaltung etc.

Der Bondhu Förderverein Deutschland ist offiziell als gemeinnützig anerkannt.
Das heißt Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.

Wir haben sehr geringe administrativen Kosten und arbeiten ehrenamtlich.
Ihr Geld kommt direkt den Frauen und Kindern vor Ort zugute.

Jahresbericht 2019

Unglaublich, aber wahr: Das Bondhu Projekt geht nun schon ins fünfte Jahr.

Das reimt sich und ist wunderbar.

2019 war das erste Jahr, in der wir als gemeinnütziger Verein auf eigenen Beinen standen. Die Vereinsgründung wurde Ende 2018 vorgenommen.

11 Mitglieder zählt unser Verein und jedes neue Mitglied ist herzlich willkommen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 25 € und kann freiwillig erhöht werden.

 

Wie die letzten Jahre, gliedert sich das Bondhu-Projekt weiterhin in folgende Einzelprojekte:

 

Das Bondhu-Heim

Hier leben 20 Jungen, die sonst im Bordell leben müssten.

Wir haben Kinder aus allen drei Bordellen der Umgebung: des Stadtbordells, des Hafenbordells und aus dem größten Bordell Bangladeschs, Daulatdia.

Unsere Buben gehen zur Schule und bekommen danach Hausaufgabenbetreuung.

Durch die individuelle Betreuung gehören die Kinder, von denen vor 5 Jahren keines von ihnen zur Schule ging, mittlerweile zu den Besten in ihren Klassen.

In der Betreuung der Kinder wechseln sich der Heimmanager Korshed Alom mit einem Betreuer ab. Als feste Angestellte haben wir außerdem einen Nachtwächter, einen Buchhalter (Teilzeit) und eine Haushälterin / Köchin. 

Miete für das Gebäude zahlen wir nicht, da wir bis Räumlichkeiten unserer Partnerorganisation Shapla Mohila Sangstha nutzen können.

 

Das Ausbildungsprojekt im Regierungsheim

Im Regierungsheim leben 30 junge Frauen und Mädchen, die minderjährig aus der Prostitution befreit wurden und nicht in ihre Familien zurückgeführt werden konnten. Auch wenn es gut ist, dass diese Mädchen aus der Zwangsprostitution befreit wurden, sind die Verhältnisse im Regierungsheim leider alles andere als gut. Der Hauptpunkt unserer Kritik ist, dass die Mädchen im Heim eingesperrt sind und nicht klar ist, wann sie wieder freikommen. Außerdem gibt es keinen Plan für ihre Resozialisierung.

Bis jetzt haben wir nur verhaltene Kritik an den grundsätzlichen Zuständen geübt und uns darauf konzentriert, diesen Mädchen und jungen Frauen eine Perspektive auf ein selbstständiges Leben zu geben.

Viermal die Woche kommt eine Schneiderin, die den Mädchen Nähen und Sticken beibringt.

Seit diesem Jahr, finanzieren wir zusätzlich eine Sozialpädagogin, die den oft traumatisierten Mädchen seelischen Beistand leistet. Außerdem ist es ihr gelungen 5 der Mädchen zurück in ihre Familie zu vermitteln.

Mittlerweile haben wir im Regierungsheim so einen sicheren Stand, dass wir bei unserem Besuch in Bangladesch, bei einem Gespräch mit dem Deputy Commissioner deutliche Kritik geübt haben und darauf drängten, endlich erste Mädchen aus unserem Ausbildungsprojekt aus dem Heim frei zu lassen. Der Deputy Comissioner versprach uns, dass zunächst 3 junge Frauen (die bis zu 8 Jahre im Regierungsheim lebten) freikommen werden. Das Bondhu Projekt wird sich aktiv um die Resozialisierung dieser jungen Frauen kümmern. Bis sie in der Gesellschaft Fuß fassen können, werden sie Räumlichkeiten des Bondhu Projektes unterbracht werden.

In dem Gespräch sicherte mir der Deputy Commissioner außerdem zu, dass in baldiger Zukunft keine Frau über 18 Jahren gegen ihren Willen lange im Regierungsheim weggesperrt werden kann.

Das ist ein großer Erfolg. Wir werden unser Bestes geben, diesen Frauen einen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen. 

Einzelhilfen:

Als kleiner Verein können wir schnell auf individuelle Notsituationen reagieren.

So finanzieren wir immer wieder medizinische Versorgung und geben Bildungs- oder Lebensmittelzuschüsse.

Durchgängig unterstützen wir die 18jährige Nodi, die von ihrer Mutter zur Prostitution genötigt wurde. Mittlerweile studiert Nodi technische Informatik – eine unglaubliche Erfolgsgeschichte für eine Tochter einer Prostituierten.

Spendensumme: Die eingegangen Spenden stiegen auch im Jahr 2019 wieder: Insgesamt sind 21.130 € gespendet worden.

 

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich über unsere neue Emailadresse: bondhu (at) gmx.de an uns wenden.

 

Wenn Sie an mehr Fotos interessiert sind, ist die beste Möglichkeit, dass Sie sich in der geschlossenen Facebookgruppe BONDHU BILDER anmeldet. Falls Sie nicht bei Facebook sein sollten, schreiben Sie uns einfach eine persönliche Nachricht. Da Prostitution in Bangladesch sehr stigmatisiert ist, wollen wir nur wenige, ausgewählte Bilder frei zugänglich ins Internet stellen. 

 

Die Mitglieder des Bondhu Förderverein wünschen Ihnen ein wunderbares, liebevolles Jahr 2020.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Herzliche Grüße,

 

Michael Kranz, Vorsitzender des Bondhu Fördervereins Deutschland

Korshed Alom, Bondhu-Heim-Manager

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Impressum:

gemeinnütziger Bondhu Förderverein Deutschland e.V.

Registergericht: Amtsgericht Münchnen Vereinsregisternummer: VR 207907 Adresse: Steinstr. 42, München